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Weihnachtsmarkt in Frankfurt

„Eine der großen und zentralen Activities des Lions-Club Frankfurt am Main ist der eigene Stand am Frankfurter Weihnachtsmarkt. Hier beginnen die Vorbereitungen bereits im Spätsommer, denn die Präsenz auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt über den gesamten Zeitraum und über die vollen Öffnungszeiten inklusive den Wochenenden bedeutet eine hohe logistische Herausforderung. In die Standbesetzungen werden unter der Woche auch Vertreter derjenigen Organisationen aktiv eingebunden, denen der gesamte Erlös dieser Activity zugutekommt. 
 
Die unterstützen Organisationen sind: Die Gemeinschaft Altenschlirf (Leben und arbeiten mit behinderten Menschen), die christliche Aidshilfe Frankfurt, die Lebenshilfe Frankfurt (hilft Menschen mit geistiger Behinderung) und Special Olympics Hessen (unterstützt und fördert Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung). Die Wochenenddienste werden von den Lions-Mitgliedern wahrgenommen. Alle am Stand geleisteten Arbeiten erfolgen ausschließlich ehrenamtlich und der Erlös der Verkäufe kommt unmittelbar nach Ende des Weihnachtsmarktes zu 100% den genannten Einrichtungen zugute.   
 
Wenn Sie also wieder einmal auf dem schönen Frankfurter Weihnachtsmarkt sind, besuchen Sie uns doch. Sie finden uns immer in unmittelbarer Nähe zur Paulskirche und können hier das Nützliche (sich aufwärmen und stärken) mit dem Angenehmen (nette Gespräche, neue Menschen kennen lernen und andere unterstützen) perfekt verbinden. Wir freuen uns auf Sie!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 Begünstigte Einrichtungen

  1. Gemeinschaft Altenschlirf

Die „Gemeinschaft für Heilpädagogik und Sozialtherapie e.V.“ im Vogelsberg bietet auf Grundlage eines anthroposophischen Ansatzes Wohn- und Arbeitsraum für Menschen mit und ohne Behinderung. 16 Hausgemeinschaften geben rd. 140 Menschen mit Hilfebedarf eine Heimat, 13 Werkstätten ermöglichen die aktive Teilnahme am Arbeitsleben.

http://gemeinschaft-altenschlirf.de/

 

  1. Lebenshilfe Frankfurt am Main e.V.

Seit mehr als 50 Jahren unterhält die als Elternvereinigung gegründete Lebenshilfe Frankfurt Wohneinrichtungen und bietet eine Reihe stationärer und ambulanter Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung. Daneben betreibt sie integrative Kindergärten, eine Krabbelstube sowie das Künstleratelier Goldstein, das 2012 mit dem renommierten „Binding-Preis“ ausgezeichnet wurde.

http://www.lebenshilfe-ffm.de/

 

  1. Christlicher AIDS-Hilfsdienst e.V.

Der CAH bietet allen HIV positiven und an AIDS erkrankten Menschen praktische Hilfe bis hin zu Pflege und Begleitung in der letzten Lebensphase. Die Betreuung erfolgt durch medizinisches und sozialpädagogisches Fachpersonal sowie geschulte ehrenamtliche Helfer.

http://www.cahev.de/

 

  1. Special Olympics Deutschland e.V.

Special Olympics ist die weltweit größte Sportorganisation für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. Über den Sport hinaus sieht sich Special Olympics als Alltagsbewegung mit einem ganzheitlichen Angebot, Gesundheits- und Familienprogrammen und einer Wissenschaftlichen Akademie.

http://specialolympics.de/

 

Die Anfänge des Weihnachtsmarkts des LC Frankfurt am Main

1979 war ich Activity-Beauftragter. Die Activity unseres Clubs bestanden – neben finanzieller Unterstützungen für Bedürftige und deren Organisationen – in gelegentlichen Ausflügen mit behinderten Kindern und Konzerten in Altenheimen u. Ä.

Meine Frau Renate meinte, dies seien doch nur Kinkerlitzchen,  und wir sollten doch mal etwas Richtiges auf die Beine stellen, nämlich einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Mir erschien das anhand der damaligen Altersstruktur des Clubs nur schwer möglich, aber da unser Freund Walther v. Wietzlow Renates Vorschlag unterstützte, trug ich das Projekt im Club mit den Worten vor: „da wir 12 Schichten zu je 3 bis 4 Personen besetzen müssen, geht es nur, wenn alle jungen Clubmitglieder mitmachen. Und in unserem Club muß ich jung mit 65 definieren“. Da erhob sich ein älteres Mitglied und sagte “die Idee ist gut, und auch wir über Siebzigjährigen sind jung genug und wir machen mit.“

Das war der zündende Funke und die Vorbereitungen begannen. Genehmigungen wurden eingeholt, Standplatz gesichert, Lions Freund Ambrosius  stiftete eine Baubude und baute sie zum Verkaufsstand um. Ausrüstungsgegenstände wurden besorgt, das meiste von zuhause geliehen. Als Angebot wurde festgelegt: Glühwein, Chili con Carne und Bratäpfel. Rotwein wurde in 2 -L-Flaschen beim Italiener besorgt, Äpfel wurden kistenweise beim Erzeuger gekauft, Siemens stellte uns einen Mikrowellenherd zur Verfügung (und machte damit Werbung für diese damals noch unbekannten Geräte), die Zutaten für das Chili wurden bei Fegro geholt und in die Lehrlingsküche der Hoechst AG gebracht, die uns jeden Freitag 3 große Thermophore mit mi köstlichem Eintopf kochte.

Schwierigste Vorbereitung war jedoch die Standbesetzung, denn so gern die Freunde mitarbeiteten, so meldeten sich die wenigsten freiwillig, und es mußte nachgefragt und angestoßen werden. (Daran hat sich wohl auch in 35 Jahren nicht viel geändert.).

Alle Schichten konnten kompetent besetzt werden, unser Angebot kam gut an und nach  den vier Wochenenden hatten wir einen Reingewinn von gut 10.000 DM. Dieses Ergebnis übertraf unsere Erwartungen, und da die Verkaufstätigkeit  Allen großen Spaß gemacht hatte, beschloß der Club, diese Activity im nächsten Jahr zu wiederholen. Beim zweien mal war der Erfolg noch größer, und so wurde aus einem kleinen Anfang eine  Erfolgs-Geschichte, die nun seit 35 Jahren anhält.

Nach dreimaligem Auf- und Abbau war die Bude nicht mehr brauchbar und wurde durch den ersten umgebauten Verkaufswagen ersetzt. Zeitgleich erhielten wir die Auflage, den Stand während der Dauer des Weihnachtsmarkts täglich vor- und nachmittags zu besetzen. Unser Standplatz wurde vom Römerberg auf den Paulsplatz verlegt. Die längere Öffnungszeit konnte nur bewältigt werden, indem wir die Organisationen, für die wir tätig waren, an der Standbesetzung beteiligten. Der Umsatz und Ergebnis stiegen von Jahr zu Jahr, obwohl das Angebot eingeschränkt werden mußte. (Chili con Carne und Bratäpfel waren in größeren Mengen nicht mehr zu bewältigen). Wir stellten um auf Speckkuchen und Schmalzbrot, aber auch der Speckkuchen war auf die Dauer nicht machbar.  Seit vielen Jahren haben wir ein einfach zu bewältigendes Angebot mit Glühwein, Apfelwein, Kaffee und Schmalzbrot, für Kinder ergänzt durch Kakao und Orangensaft.

Text: Dr. Hans Dietrich Becker


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